DER ASSISTENT

Fragen Sie Ihre Akte.

Der Assistent sitzt in jedem Vorgang und arbeitet mit den Bausteinen, die Sie gebucht haben. Er liest, rechnet, sucht in Ihrem Bestand und legt Vorschläge an — und er tut nichts davon, ohne dass Sie es sehen. Er ist kein Zusatzmodul, sondern die Bedienoberfläche des Systems in Worten.

IM GESPRÄCH

So sieht das aus.

Jede Antwort sagt, woher sie kommt.

Der Assistent formuliert nicht frei über Ihr Recht. Er ruft eine benannte Fähigkeit auf, und was dabei herauskommt, steht mit seiner Quelle daneben: die Urkunde und die Seite bei einer Recherche, die KV-Nummer und der Geschäftswert bei einer Kostenrechnung.

  • Jeder Aufruf erscheint als Chip mit Namen und Art — Sie sehen, was gerade läuft
  • Treffer aus dem Bestand tragen ihre Fundstelle, nicht nur eine Zusammenfassung
  • Was er nicht belegen kann, sagt er als Lücke — geraten wird nichts
  • Jeder Aufruf steht im Protokoll des Vorgangs, mit Person und Herkunft
DIE DREI CHIPS IM GESPRÄCH

liest holt etwas heraus und ändert nichts. erzeugt eine Datei legt etwas unter „Erzeugt“ ab — an der Akte ändert sich nichts, versendet wird nichts. wartet auf Sie heißt: hier hört der Assistent auf und fragt.

Dieselben drei Arten stehen unten am ganzen Katalog. Sie sind keine Beschriftung, sondern die Schranke selbst.

Assistent · UR 482/2026 · Notariat Dr. Winter
Dr. Winter · 09:12 Wie haben wir den Heimfall beim Erbbaurecht zuletzt formuliert?
Assistent Wissensbasis · liest

Zuletzt in UR 214/2011: Heimfall bei Zahlungsverzug von mehr als zwei Jahresbeträgen, Entschädigung zwei Drittel des Verkehrswerts. Die Fassung von 2019 weicht in der Entschädigung ab.

Fundstelle · UR 214/2011, § 12, S. 8 Charakter: geprüft

Dr. Winter · 09:14 Und was kostet die Grundschuld über 250.000 € in dieser Sache?
Assistent Kostenrechnung · liest

660,45 € brutto. Gerechnet mit der Kostenrechnungs-Engine, nicht geschätzt: 0,5-Gebühr nach KV 21200, Geschäftswert aus dem Vorgang, Dokumentenpauschale Ihres Hauses.

Geschäftswert · Datenblatt S. 1 Feststellung nach § 19 GNotKG bleibt bei Ihnen

Dr. Winter · 09:15 Leg mir die Rechnung als PDF-Entwurf an.
Assistent Kostenrechnung als PDF · erzeugt eine Datei

Liegt unter „Erzeugt“. Ich habe nichts an der Akte geändert und nichts versendet — das Anschreiben schreiben und abschicken Sie.

Verlauf „Erbbaurecht Heimfall“ · 6 NachrichtenAm Vorgang gespeichert
FÄHIGKEITEN

Fünfzehn Fähigkeiten. Jede mit ihrer Art.

Der Assistent kann genau das hier und nichts darüber hinaus. Die Art einer Fähigkeit ist keine Beschriftung, sondern eine Schranke im Programm: lesend liest, erzeugend legt eine Datei in „Erzeugt“, schreibend legt einen Vorschlag an. Keine einzige versendet, gibt frei, ändert einen Status oder trägt in ein amtliches Verzeichnis ein. Was Ihr Haus davon anbietet, schaltet die Verwaltung je Rolle — die Auszubildende bekommt einen anderen Assistenten als die Notarin.

Vorgang lesen Liest einen Vorgang mit Beteiligten, Grundbesitz, Werten, Prüfungen, Fristen, GwG und Dokumenten. liest
Kostenrechnung Rechnet nach GNotKG mit der Kostenrechnungs-Engine — deterministisch, mit Herkunft je Zahl, ohne Schätzung. liest
Wissensbasis Sucht in früheren Urkunden und Hausvorlagen nach einer Formulierung und liefert Fundstellen mit Quelle. liest
Vollzugsstand Zeigt, welche Voraussetzungen der Vollzugskette belegt sind, was das Gate blockiert und welche Frist abgelaufen ist. liest
Fristen Listet die anstehenden Fristen über alle Vorgänge, dringendste zuerst, mit Restlaufzeit und Ampel. Überfälliges steht immer mit drin. liest
Dokument lesen Liest ein Dokument des Vorgangs über die vorhandene Texterkennung, abschnittsweise mit Seitenangabe, höchstens acht Seiten je Aufruf. liest
Verwahrungsstand Stellt den Sollbetrag der Verwahrungsanweisung den Buchungen auf dem Anderkonto gegenüber. Bewegt kein Geld. liest
GwG-Stand Zeigt offene Checklistenpunkte, fehlende Pflichtangaben und gesetzte Merkmale der verstärkten Sorgfalt. Bereitet keine Meldung vor. liest
Kostenrechnung als PDF Setzt eine berechnete Kostenrechnung als PDF-Entwurf und legt sie in die Liste „Erzeugt“. Rechnet nicht selbst, versendet nichts. erzeugt eine Datei
Entwurf als Word Erzeugt einen Urkundenentwurf als bearbeitbare Word-Datei. Beurkundet nichts und versendet nichts. erzeugt eine Datei
Notiz vormerken Legt eine Notiz zum Vorgang an, sichtbar gekennzeichnet als Vorschlag der Assistenz. Akte wird sie erst mit Ihrer Bestätigung. legt einen Vorschlag an
Frist vormerken Merkt eine Frist auf der Stufe „Vorschlag“ vor. Ein Termin oder eine Wiedervorlage entsteht dadurch nicht. legt einen Vorschlag an
Regel merken Merkt sich eine dauerhafte Anweisung der Urkundsperson für künftige Antworten. Braucht immer deren ausdrückliches Ja. legt einen Vorschlag an
Termin vorschlagen Sucht freie Fenster in der Frei/Gebucht-Auskunft des Kanzleikalenders und legt sie als Vorschlag ab. Bucht nichts, sagt nichts ab. legt einen Vorschlag an
Datenblatt-Link erstellen Erzeugt einen befristeten Link auf das Online-Datenblatt der Urkundenart. Versendet ihn nicht — das tut ein Mensch. legt einen Vorschlag an
WAS IN KEINER DER FÜNFZEHN STEHT

Freigaben und Entscheidungen, Einträge in amtliche Verzeichnisse, Löschen, Benutzerverwaltung, Einspielen von Sicherungen. Diese Wege stehen nicht als Verbot in einer Liste, die jemand pflegen müsste — es gibt sie schlicht nicht. Eine Verbotsliste vergisst man zu erweitern; eine Erlaubnisliste kann man nicht vergessen zu erweitern, ohne dass etwas fehlt.

WERKZEUGE IN BEIDE RICHTUNGEN

Ihre Programme und NotarFlow, auf einem Rechner.

Zwei Wege, die oft verwechselt werden und getrennt gehören: NotarFlow benutzt Ihre Werkzeuge — ein DMS, ein Scanner-Dienst, ein Dienst Ihrer IT. Und Ihre IT benutzt NotarFlow — lesend und als Vorschlagsweg. Beides läuft auf demselben Rechner, unter denselben Schranken, und beides ist ausgeschaltet, bis Sie es eintragen.

Assistent 15 Fähigkeiten, drei Arten Werkzeug-Server nur was in der Datei steht Ihr System DMS, Scanner, Kanzlei-IT und zurück: Ihre IT fragt NotarFlow, lesend und als Vorschlag Alles auf einem Rechner. Nach draußen führt kein Weg. Assistent 15 Fähigkeiten, drei Arten Werkzeug-Server nur was in der Datei steht Ihr System DMS, Scanner, Kanzlei-IT und zurück: Ihre IT fragt NotarFlow, lesend und als Vorschlag Alles auf einem Rechner. Nach draußen führt kein Weg.

Eigene Werkzeuge anbinden.

Ein Werkzeug-Server der Kanzlei — das Archiv, ein Scanner-Dienst, ein Fachprogramm — wird in einer Datei eingetragen, von Hand und mit Neustart. Angebunden ist ausschließlich, was dort steht: NotarFlow sucht keine Server, liest keine fremde Konfiguration und nimmt keinen Server über die Oberfläche entgegen.

  • Erlaubnisliste statt Entdeckung — kein Eintrag, kein Werkzeug
  • Läuft auf demselben Rechner, per Standardein-/-ausgabe oder auf 127.0.0.1
  • Dieselben Schranken wie die eigenen Fähigkeiten: dieselbe Art, dasselbe Protokoll, kein Weg nach draußen
  • Grenzen je Server: Zeitgrenze, Antwortlänge, Zahl der Werkzeuge
  • Fremde Antworten gelten als Dokumentinhalt — danach ist schreibend gesperrt
  • Ein Eintrag ist eine Auslagerungsentscheidung nach § 26a BNotO, keine Einstellung
Erweiterungen · angebundene Server
kanzlei_dms · Archivsuchelesend, aktiv
kanzlei_dms · Archivnotizschreibend, je Aufruf bestätigen
haus_ocr · Seite erkenneneingetragen, nicht aktiv
Alles andereexistiert für NotarFlow nicht

NotarFlow als Dienst für Ihre Kanzlei-IT.

Die Gegenrichtung: Ihre eigenen Programme dürfen NotarFlow befragen und Vorschläge einreichen. Sechs Fähigkeiten, abschließend — vier lesende und zwei, die einen Vorschlag in die Warteschlange legen. Einen siebten Weg gibt es nicht.

  • Lesend: Vorgang lesen, Kostenrechnung, Wissensbasis-Suche, Fristenliste
  • Als Vorschlag: Notiz anlegen, Frist vormerken — beides landet in der Warteschlange, nicht in der Akte
  • Ohne gültiges Dienst-Token startet nichts, und das Token ist ein eigenes Konto mit eigenem Namen
  • Im Protokoll steht der Dienstname — wer dort MCP-Dienst kanzlei_it liest, weiß, dass kein Mensch am Bildschirm saß
  • Kein Fernzugriff: Standardein-/-ausgabe oder 127.0.0.1, nichts dazwischen
  • Jeder Aufruf geht durch dieselben Schranken wie im Chat — es gibt keine zweite Tür
Dienst-Zugang · kanzlei_it
Vorgang lesen · Kostenrechnunglesend
Wissensbasis · Fristenlistelesend
Notiz · FristVorschlag, wartet auf Freigabe
Freigeben · Verzeichnisse · Löschen · Benutzernicht vorhanden
WENN SIE NICHTS EINTRAGEN

Ausgeliefert wird ohne diese Datei. Dann verhält sich NotarFlow exakt so wie ohne die Funktion — kein fremdes Werkzeug, keine leere Liste, kein Hinweis auf etwas, das nicht da ist. Der Weg für Ihre IT steht ausführlich in der technischen Dokumentation, die zur Anlage gehört.

NACHVOLLZIEHBARKEIT

Alles, was er sich merkt, können Sie sehen und zurücknehmen.

Verläufe gehören zur Akte, nicht zum Browserfenster.

Was zu einem Vorgang gefragt und geantwortet wurde, bleibt am Vorgang: benannt, wieder aufnehmbar, sichtbar für alle, die diese Akte offen haben. Es überlebt das Schließen der Schublade und das Abmelden — die Kanzlei arbeitet an derselben Akte, nicht nebeneinander her.

  • Mehrere benannte Gespräche je Vorgang, zuletzt benutzte zuerst
  • Der Verlauf kommt beim Fortsetzen vom Server, nicht aus dem Browser — eine Vorgeschichte, die es nie gab, lässt sich nicht unterschieben
  • Gespeichert wird alles; ans Modell geht ein Ausschnitt
  • Löschen heißt löschen: im Protokoll bleibt, dass gelöscht wurde, nicht was darin stand
Gespräche · UR 482/2026
„Erbbaurecht Heimfall“6 Nachrichten
„Kosten Auflassungsvormerkung“Fortgesetzt
LöschenUrkundsperson oder Verfasser

Gemerkte Regeln stehen offen — und gehen denselben Weg zurück.

Eine dauerhafte Anweisung („diese Anrede, diese Hausformulierung“) steht ab der nächsten Antwort in jedem Systemauftrag. Deshalb kommt sie nur mit dem ausdrücklichen Ja der Urkundsperson herein — und deshalb muss sie an derselben Oberfläche wieder herausgehen können. Ein Tor ohne Rückweg wäre ein schwarzes Brett ohne Radiergummi.

  • Lesen darf jede angemeldete Person — wer gegen eine unsichtbare Vorgabe arbeitet, arbeitet blind
  • Zurücknehmen darf, wer freigeben darf, und auch das nur mit Bestätigung
  • Nichts aus einem Dokument wird je zur Regel
  • Kein Feintuning, kein stiller Lernvorgang: lesbarer Text in einer Datei, die man öffnen und prüfen kann
  • Ein Daumen nach unten bleibt in der Statistik stehen, auch wenn der Warnhinweis stillgelegt wird — aufhören soll die Warnung, nicht die Aufzeichnung
Gemerkte Regeln
„Beteiligte immer mit vollem Titel anreden“seit 12.08., Dr. Winter
„Vollstreckungsunterwerfung: Variante B“seit 03.07., Dr. Winter
ZurücknehmenRecht „Freigabe“ + Bestätigung

Steht die Anweisung im Schreiben, fragt er zurück.

Der Alltag heißt „lies das Datenblatt der Bank und mach mir den Entwurf“. Sobald Dokumentinhalt im Gespräch steht, läuft der Rest der Antwort mit der Herkunft Dokument — und dann gilt eine engere Regel, egal was in dem Schreiben steht.

  • Schreibende Fähigkeiten verweigern: kein Absender schreibt über untergeschobenen Text in Ihre Akte
  • Erzeugende fragen zurück und nennen die Fähigkeit beim Namen — ohne Ja entsteht nichts, mit einem Klick geht es weiter
  • Ausgelöst wird das von der Herkunft, nicht von einem erkannten Reizwort
  • Enger wird es automatisch, weiter nie
Rückfrage · Herkunft Dokument
Dokument lesenausgeführt
Kostenrechnung als PDFwartet auf Ihr Ja
Notiz anlegengesperrt, Herkunft Dokument
„Möchten Sie Kostenrechnung als PDF ausführen? Es entsteht eine Datei unter „Erzeugt“. An der Akte ändert sich nichts.“
Das System rät nicht.
Und es schreibt nichts ohne Sie. Was offen ist, zeigt der Assistent klar an — er rät nie. Was eingreift, wartet auf Ihre Freigabe. Für ein Notariat ist alles andere unbrauchbar.
FRAGEN ZUM ASSISTENTEN

Kurz beantwortet.

Welches Modell steckt dahinter? Läuft es wirklich lokal?
Ein offenes Modell der Qwen3-Familie in der 14-Milliarden-Größe, betrieben über Ollama auf Ihrem Server — nicht bei einem Anbieter, nicht in einer US-Cloud. Die Wahl ist gemessen und nicht geraten: gegen das doppelt so große Modell war die fachliche Qualität nicht zu unterscheiden, bei doppelter Wartezeit und doppeltem Speicherbedarf. Geblieben ist deshalb das kleinere, mit einer Antwortzeit im Bereich weniger Sekunden. Deutsch und Englisch schneiden dabei gleich ab.
Kostet der Assistent extra?
Nein. Er ist Teil des Systems und wird nicht als Baustein verkauft — genau deshalb steht er hier und nicht bei den Modulen. Was er kann, hängt an den Bausteinen, die Sie gebucht haben: ohne Verwahrung keine Verwahrungsauskunft, ohne Wissensbasis keine Recherche im Bestand. Die Preise der Bausteine stehen offen auf der Preisseite.
Kann er etwas versenden, freigeben oder eintragen?
Nein, und das ist keine Zusicherung im Kleingedruckten, sondern der Zuschnitt des Katalogs. Keine der fünfzehn Fähigkeiten versendet, gibt frei, ändert einen Status oder trägt in ein amtliches Verzeichnis ein. Was eingreifen würde, gibt es nicht als Fähigkeit — es ist nicht verboten, sondern nicht vorhanden.
Was passiert, wenn in einem eingehenden Schreiben eine Anweisung an den Assistenten steht?
Sobald Dokumentinhalt im Gespräch steht, gilt für den Rest der Antwort die Herkunft „Dokument“: schreibende Fähigkeiten verweigern dann, erzeugende fragen zurück und nennen sich beim Namen. Ausgelöst wird das von der Herkunft und nicht davon, dass jemand ein verdächtiges Wort erkannt hat — untergeschobener Text kommt damit gar nicht erst in die Lage, etwas anzustoßen.
Sieht jede Mitarbeiterin denselben Assistenten?
Nur, wenn Ihr Haus es so einstellt. Jede Fähigkeit lässt sich je Rolle abschalten, und das wirkt sofort: eine abgeschaltete Fähigkeit steht dem Modell gar nicht erst zur Auswahl, statt erst beim Ausführen abgelehnt zu werden. Die Verwaltung zeigt den Katalog vollständig, jede Änderung steht im Protokoll.
DEMO

Am besten sehen Sie ihn arbeiten.

30 Minuten an einem echten Vorgang: eine Frage an den Bestand, eine Kostenrechnung, ein Entwurf — und an jeder Stelle die Freigabe, die bei Ihnen bleibt.

Antwort in der Regel am selben Werktag.